Karishma Karishma
Orientalischer Tanz mit Karishma
Orientalischer Tanz mit Karishma

Tanzstile

SCHLEIERTANZ

Der Schleiertanz ist oft mit dem Vorurteil besetzt, er stelle eine Entblößungszeremonie dar. Dabei  hat er kulturhistorische Wurzeln und geht auf das soziale Miteinander im alten Orient zurück. Aus Religiösen Gründen benutzten die Frauen ein großes Tuch, um sich in der Öffentlichkeit fast vollständig zu verhüllen. Zu Hause wurde das gleiche Tuch  für den Tanz neu entdeckt. Der Schleier kann eine beschützende und dekorative Funktion haben. Wenn man nicht erkannt werden möchte, kann man sich hinter ihm verbergen. Möchte man erkannt werden, dann kann man ihn ein wenig lüften. Aus dieser geheimnisvollen Spielerei heraus entstand der Tanz mit dem Schleier. Es gibt Rechteck- und Halbrundschleier und je nach Art und Verwendung des Schleiers kann man zwischen Lamée-, Chiffon- oder Seidenschleiern wählen. Der Schleier kann verschiedene Funktionen beim Tanz erfüllen. Geschickt drapiert kann er einzelne Körperteile verhüllen und verleiht der Tänzerin etwas Geheimnisvolles. Er kann aber auch zur Betonung einzelner Tanzbewegungen dienen. Ganz gleich wie er eingesetzt wird, bietet er doch immer wieder einen besonderen Blickfang.
 

FELLAHI - KRUGTANZ

Der Krugtanz zählt zu den Folkloretänzen und stammt aus dem Nildelta, in welchem die ägyptischen Bauern – die Fellachen – leben. Wasser ist Leben und ohne Wasser gibt es keine Ernte und ohne Ernte gibt es kein (Über)leben. In weitschwingenden, bunten Kleidern gehen die Frauen der Bauern zum Brunnen, um in großen, tönernen Krügen Wasser zu schöpfen. Der Krugtanz ist ein sehr fröhlicher Tanz.
 

SAIDI - STOCKTANZ

Der Stocktanz symbolisiert einen Kampf- oder Kriegstanz zur  Abwehr des Bösen. Er hat seinen Ursprung in Oberägypten, einem Landstrich zwischen Assuan und Luxor. Der heutige Stocktanz, welcher meist von Frauen getanzt wird, hat eher einen verspielten Charakter. Der Stocktanz zählt zu einem der beliebtesten Tänze des mittleren Osten. Das typische Kostüm für einen Stocktanz ist ein schmales, seitlich geschlitztes Kleid mit Ärmeln.
 

BALADI

Der Baladi ist mehr ein Improvisationstanz, d.h. es gibt keine feste Choreografie. Tänzerin und Musiker kommunizieren miteinander und feuern sich gegenseitig an und so steigert sich der Tanz mit zunehmender Intensität der Musik. Der Baladi wird ohne Accessoires,  im typisch Orientalischen und reich besticktem Kostüm getanzt und erzählt kleine Geschichten.
 

SÄBELTANZ

Der Säbeltanz hat eine sehr lange Tradition. Zur Hochzeit tanzte die Braut mit dem Säbel ihres Bräutigams. Symbolisch gesehen war sie ab sofort die Hüterin seiner Ehre. Der Säbel wird beim Tanz auf dem Kopf, der Hüfte oder dem Oberschenkel balanciert und darf weder fallen, noch den Boden berühren. Damit wäre die Ehre des Mannes verletzt und die Ehe würde unter keinem guten Stern stehen. Die heutigen Säbeltänze sind teils sehr akrobatisch und im Ausdruck von amazonenhaft bis sinnlich immer wieder schön anzusehen.
 

RAQS SHARQI

Der Raqs Sharqi hat seinen Ursprung in Ägypten. Er ist der typisch weibliche Tanz des Orients, welcher weithin unter dem Begriff „Bauchtanz“ bekannt ist. Wohl deshalb, weil den ersten Orientreisenden gegen Ende des 19. Jahrhunderts gerade die Bewegungen des Bauches auffielen. Der Raqs Sharqi  kann als Solo- und als Gruppentanz aufgeführt werden. Am wirkungsvollsten setzt man ihn im bauchfreien, reich bestickten Kostüm in Szene. Der Raqs Sharqi beinhaltet unterschiedliche Rhythmen und kann daher sehr abwechslungsreich getanzt werden.
 

LICHTERTANZ MIT DEM SHAMADAN

Der Tanz mit dem Shamadan wurde ursprünglich auf Hochzeiten aufgeführt. Symbolisch gesehen sollte das Licht der Kerzen den gemeinsamen Lebensweg des Paares erleuchten. Heute wird der Tanz, aufgrund seiner großen Ausdruckskraft nicht zur zu Hochzeiten getanzt. Der Tanz erfordert schon ein Mindestmaß an Isolationstechnik. Während der Shamadan auf dem Kopf balanciert wird und der Kopf dabei in absoluter Ruhestellung ist, ist der Rest des Körpers im Tanz. Weiche Bewegungen müssen genauso erkennbar sein wie schnelle und harte. Dieser Tanz ist nur geübten Tänzerinnen zu empfehlen. Erwähnenswert wäre an dieser Stelle noch das Gewicht des Shamadans, welches je nach Ausstattung und Bestückung bis zu 3kg betragen kann.